iEMDR
        EMDR (”Eye Movement Desensitizing & Reprocessing”) ist eine relativ neue und sehr erfolgreiche Therapiemethode der beschleunigten Informationsverarbeitung durch wechselseitige Stimulation. EMDR behandelt oft in überraschend kurzer Therapiezeit posttraumatische Belastungsstörungen, allen Arten von Trauma und viele andere Störungen wie Ängste, depressive Verstimmung und mangelndes Selbstwertgefühl. iEMDR steht für integratives EMDR, das von Dr. Inge Grell und Renate Mentz um hilfreiche Elemente aus dem NLP erweitert wurde. Die Therapie verläuft einerseits innerhalb einer festen Struktur, während andererseits autonome Verarbeitungsprozesse in Form von Bildern, Erinnerungen, Gedanken, Gefühlen oder Körperempfindungen stattfinden.
        EMDR wurde von Dr. Francine Shapiro 1987-1991 entwickelt und genauestens untersucht. Mit Hilfe gezielter Augenbewegung, oder anderer (taktiler oder auditiver) bilateraler Stimulation können nicht nur PTBS sondern auch substanzgebundene Süchte, Phobien, Ängste, Trauer, Depression, Schmerzzustände und psychosomatische Störungen behandelt werden. Darüber hinaus findet EMDR auch erfolgreichen Einsatz bei Konfliktklärung und im Coaching.

        Wie wirkt EMDR
        Ähnlich wie die rhythmischen Augenbewegungen bei geschlossenen Lidern in der REM-Phase während des Schlafs zur Verarbeitung des Tagesgeschehens beitragen, bewirkt die bilaterale Stimulation der Augen durch EMDR eine beschleunigte Informationsverarbeitung von belastendem Material und Erinnerungen, die oft über Jahre isoliert und wie eingefroren im Gehirn gespeichert sind. EMDR bringt den Verarbeitungsprozess in Fluss und bahnt neue neuronale Verknüpfungen durch Verankerung von sinnvollen positiven Kognitionen. Langzeitstudien haben nachgewiesen, dass EMDR effektiver, schneller und nachhaltiger als andere Therapieformen wirken kann. Die Bundesärztekammer bestätigt, dass "die EMDR-Methode bei Erwachsenen als Methode zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung als wissenschaftlich anerkannt gelten kann" (Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie vom 06.07.2006). Nicht nur bei posttraumatischen Belastungsstörungen, sondern auch bei Ängsten, Phobien, Trauer und depressiven Verstimmungen unterstützt EMDR den psychischen Selbstheilungsprozess.